Wasservergiftung bei Hunden

Gerade an den warmen Tagen werden viele Stunden am Wasser verbracht, Hunde können mit grosser Hitze in der Regel viel schlechter umgehen als Menschen. Eine Abkühlung in einem See oder einem Bach verschafft hier Abhilfe. Vorsicht ist aber geboten, wenn die Hunde zu viel Wasser beim Spielen und Schwimmen aufnehmen – Hier kann es zu einer lebensbedrohlichen Wasservergiftung kommen! Warum du immer Salzkekse oder Salzstangen im Gepäck haben solltest, verraten wir dir in unserem Tipp am Ende des Artikels.
Jochen Braun, 31.07.2019
Lesezeit: 2 Minuten
Wasservergiftung bei Hunden

Vielen Hundebesitzern gänzlich unbekannt ist die Wasservergiftung, die sogenannte „hypotone Hyperhydratation“. Diese entsteht, wenn der Hund beim Apportieren, Schwimmen oder Spiel mit oder im Wasser in kurzer Zeit zu viel Wasser schluckt. Gerade beim Apportieren nimmt er mit jedem Zuschnappen auch Wasser mit auf. Die Anstrengung sowie die Hitze verstärken zusätzlich sein Durstgefühl und er kann zu viel trinken.

Diese großen Mengen an Wasser bringen den Elektrolythaushalt durcheinander. Die Nieren können das überschüssige Wasser nicht mehr ausfiltern. Da die Nieren Salz benötigen, um richtig zu funktionieren, wird zu wenig Wasser über den Urin ausgeschieden.

Es kommt zu Natriummangel und das Wasser reichert sich in Blutgefäßen und Organen an.  Dies kann zu Ödemen und Organschäden, in schweren Fällen auch zu Krämpfen, Bewusstlosigkeit und sogar zum Tod deines geliebten Vierbeiners führen. 

Typische erste Symptome einer Wasservergiftung bei Hunden sind:

  • Übelkeit
  • Aufgeblähtes Erscheinen
  • Erbrechen
  • Appetitmangel
  • Bewusstseinsstörungen
  • Schwindel
  • Schwäche
  • Krämpfe
  • Vermehrtes Speicheln

Wie gesagt, in einem späteren, schwerwiegenderem Stadium kann es zu erweiterten Pupillen, Krampfanfällen, zum Koma und sogar zum Tod führen.

Erste Hilfe bei Wasservergiftung

Dein Hund darf nicht weiter trinken! Sorge dafür, dass Dein Hund keine weitere Flüssigkeit aufnimmt!

Außerdem lebenswichtig: SALZ! Führe Deinem Hund Salz zu, damit die Nieren das Wasser wieder ausscheiden können. Besagte Salzkekse oder Salzstangen helfen hier oft weiter.

Du musst Deinen Hund unbedingt aufmerksam beobachten, denn der Krankheitsverlauf kann sich innerhalb weniger Stunden verschlimmern, auch wenn wenn Dein Hund kein Wasser mehr bekommt. Denn über den Darm gelangt weiter Wasser in den Organismus. Die Gefahr der Wasservergiftung hält somit noch eine ganze Weile an.

Ein Tierarztbesuch ist dringend anzuraten. Bitte schildere ihm/ihr deine Vermutung. Die oben genannten Symptome können durchaus auch auf andere Krankheiten hindeuten.

Zur Tierarztsuche bei Tasso.

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